Mit der Titulierung „Freunde des eGovernance“ begrüßt Franz Reinhard Habbel die Teilnehmer des government 2.0 Barcamp Berlin 2009. In der Anmoderation mit Anke Domscheit präsentiert er die Anfänge des Barcamp im Innovations Club des DStGB, einem Ideenlabor mit Expertise aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft. Auch Prof. Dr. Jobst Fiedler, Gründungsdekan der Hertie School of Governance, betont die konstruktive Trilogie aus Wirtschaft, non-profit Sektor und Regierungssektor, welche in Zusammenspiel das Barcamp unzweifelhaft zu einem Erfolg werden lasse.
Im Dialog unter der Leitung von Anke Domscheit mit Dr. Hans Bernhard Beus, Jürgen Häfne, Franz Habel, aus der Politik, und Zachary Tumin, aus dem akademischen Bereich. Stichpunkte wie die Folgenden geben einen Vorgeschmack auf die Sessions:
Aktive Bürgergesellschaft, Bürger Selbstverwaltung in kleinen Netzwerken (Kindergärten); sharing innovatoins, governance of shared innovations, self-organizing, crime reducing, soften the boundaries, share the agenda; Entwicklung einer nationalen eGovernance Strategie gesellschaftlich diskutiert; Überwindung kultureller Barrieren des föderalen politischen Systems Deutschlands; eGovernment – eine Verwaltungsreform am Beispiel Rheinland-Pfalz, neue Formen der Bürgerbeteiligung, elektronische Dienste.
Franz Habbel erinnert daran, dass wir weit entfernt sind von einer Netzwerkverwaltung und sieht den Aufbau eines social Networks für die Verwaltung zur leistungsorientierte Zusammenarbeit von Bund, Länder und Gemeinden als notwendig. Solche Strukturen seien notwendig, um die Chancen, die in der Zusammenarbeit – im Sharing – liegen zu akquirieren.
„Wissen wird durch Teilen wertvoll.“
„Jeder von uns ist ein Wissensträger.“
„Wissen wird mehr durch Teilung und NICHT Wissen ist Macht.“
Sind die Ideale des web 2.0. Die Überwindung kultureller Barrieren im Verständnis von Wissen und Macht liegen auf der Hand. Die Teilung von Macht und Wissen über soziale Netzwerke der Verwaltung sei ein Vehikel zum Einreißen von Barrieren, so Anke Domscheit. In den U.S.A. ist ein Facebook for government bereits Realität. Aber kann dies Barrieren einreißen; Denken und Praxis der Verwaltung änder? Tumin betont, dass das Kreieren von Erwartungen an die Regierung durch die Bürger – Performance-Erwartung – einzig Praktiken der Verwaltung in Reaktion auf die Erwartungen ändern können! Aber auch die Bedarfsorientierung bei der Bereitstellung von web 2.0 tools ist wesentlich. Benutzerorientiertes Arbeiten, frühzeitige Beteiligung und Nachfrageorientiertes Arbeiten wird betont.
All dies erfordert von alten Rollen abzurücken; sowohl bei der Verwaltung, als auch bei den Bürgern und Bürgerinnen. Der soziologische Lernprozess erfordert Zeit und birgt Schwierigkeiten, die es zu überwinden gilt.
Die Einführung zeigte die Vielzahl an Chancen und die Breite an Möglichkeiten die web 2.0 bietet und gab eine Idee von den Barrieren und Schwierigkeiten die es zu überwinden gilt.
In den folgenden Sessions werden sicher einige Antworten und Ideen gefunden. Wir sind gespannt!

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