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	<title>Government 2.0 Camp Dokumentation &#187; Transparenz</title>
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		<title>Kreil: Visualisierung von Wirtschaftsdaten &#8211; Input für Bürgerpartizipation</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Aug 2009 08:17:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger Kindler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Barcamp]]></category>
		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
		<category><![CDATA[Visualisierung]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man der Idee von mehr Bürgerpartizipation bei politischen und administrativen Prozessen folgt, ergibt sich automatisch die Konsequenz, dass die Bürger in die Lage versetzt werden müssen, auf eine ähnliche Daten- und Informationsgrundlage zurückgreifen zu können, wie es bisher nur Mitarbeitern von Behörden oder politischen Institutionen möglich war. Nur wenn die Bürger auf einer ähnlichen Datengrundlage partizipieren können, sind sie in der Lage, sich qualifiziert an politischen und administrativen Prozessen zu beteiligen.<span id="more-200"></span></p>
<p>In seiner Session führt Michael Kreil Möglichkeiten aus, wie bereits veröffentlichte, aber aufgrund ihrer unzulänglichen Aufbereitung nicht zugängliche Daten in ein Format gebracht werden können, das für den Normalbürger verständlich ist. Als Beispiel für solche Daten nennt er den über 2000 Seiten umfassenden Bundeshaushalt, der zwar veröffentlicht ist, den aber niemand wirklich versteht. Wenn man diese Daten jedoch für jeden verständlich aufbereitet, indem man sie in einfachen Charts (z.B. Balken-/Kuchendiagramme usw.) zusammenfasst, kann jeder seine eigenen Konsequenzen aus den Daten ziehen. So wird beispielsweise in Bezug auf den Bundeshaushalt verständlich, wie das Verhältnis der Gesamtausgaben für Sozialtransfers zum Bundesverteidigungsetat aussieht oder inwiefern die Bedienung von Altschulden die Handlungsfähigkeit der Politik beeinflusst. So kann jeder Bürger zu seinem eigenen Urteil kommen, inwiefern eine Ausweitung von Sozialtransfers überhaupt finanzierbar sein könnte oder inwieweit es noch verantwortbar sein kann, dass wir heute auf Kosten nachfolgender Generationen leben.</p>
<p>Allerdings ist es nicht nur möglich, Daten aus einer Quelle mit Online-Tools aufzubereiten. Wie z.B. die Applikation auf Gapminder.org zeigt, kann man nicht nur Daten einer Nation miteinander kombinieren, um somit beispielweise das Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner in einem Land zu ermitteln. Man kann Zeitreihen in dynamischen Charts darstellen im Vergleich mit anderen Nationen und Regionen, die Entwicklungen zu den eingegebenen Indikatoren international vergleichbar machen.</p>
<p>Solche Daten der breiten Masse zugänglich zu machen, übt natürlich Druck auf die Politik aus, weil besser informierte Bürger auch immer gleichzeitig unbequemere Bürger bedeuten. Wie diese zusätzliche Vergleichbarkeit zu mehr Konkurrenz im positiven Sinne führen kann, zeigt der Verband der IHKs in Baden-Württemberg. Der Verband hat auf seine Webseite ein Online-Tool gestellt, in dem angezeigt wird wie groß der Fachkräftemangel in welcher Branche und welcher Region ist. Da eine der Kerninteressen der IHKs die Ausbildung zukünftiger Fachkräfte ist, bemühen sich die IHKs den Fachkräftemangel durch ihre Ausbildungsprogramme möglichst zu reduzieren &#8211; und im Vergleich zu anderen IHKs möglichst gut dazustehen. Dies ist folglich ein gutes Beispiel, wie Online-Visualisierung durch mehr Konkurrenz zu einem besseren Endergebnis im Sinne der Schaffung von „Public Value“ führen kann.</p>
<p>In der Session wurde anschließend an die Präsentation der Tools darüber diskutiert, inwiefern eine solche Visualisierung von Daten auch dazu führen kann, die Nutzer in die Irre zu führen. Teilnehmer merkten an, dass eine internationale Vergleichbarkeit z.B. von Arbeitslosenraten zwar wünschenswert ist. Die Aussagekraft der Vergleichbarkeit müsse aber stark in Frage gestellt werden, wenn man bedenke mit welch unterschiedlichen statistischen Verfahren die Arbeitslosenquote in verschiedenen Ländern ermittelt werde.</p>
<p>Offenbar bedarf es hier einer Qualitätssicherung und internationalen Standardisierung der Erfassung der Daten.</p>
<p>Grundsätzlich können die präsentierten Visualisierungstools aber sehr nützlich sein, um es Bürgern zu ermöglichen, die erhöhte Transparenz der Behörden zu nutzen, die durch Government 2.0 wohl herbeigeführt wird, um selbst zu einem qualifizierten Input beitragen zu können.</p>
<p>Beispiele für Websites solcher Visualisierungstools:</p>
<p>Google Public Data:</p>
<p>http://www.google.com/publicdata</p>
<p>WolframAlpha:</p>
<p>http://www.wolframalpha.com/</p>
<p>GapMinder:</p>
<p>http://graphs.gapminder.org/world/</p>
<p>Statistisches Bundesamt:</p>
<p>http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Bevoelkerung/VorausberechnungBevoelkerung/InteraktiveDarstellung/Content75/Bevoelkerungspyramide1W1,templateId=renderSVG.psml</p>
<p>IHK Baden-Württemberg (Fachkräfte):</p>
<p>http://www.bw.ihk.de/wa/</p>
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		<title>Schröder: Transparenz in der Bildung</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Aug 2009 09:10:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elisa Rebrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Barcamp]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>

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Dr. Olaf Schröder, Education Guide GmbH, präsentierte das Thema “Bildung als Gestaltungsfeld staatlichen Handelns: Mehr Transparenz und Partizipation”. Ziele des Online-Projektes sind der Aufbau und die Stärkung von Vertrauen zwischen Schülern, Eltern und Schulen. 
In einem Diagramm über das deutsche Bildungssystem wurde die Komplexität dieser Struktur  sichtbar. Es gibt 40.000 Schulen, 10 Millionen Schüler, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 0.79in } 		P { margin-bottom: 0.08in } --></p>
<p>Dr. Olaf Schröder, Education Guide GmbH, präsentierte das Thema “Bildung als Gestaltungsfeld staatlichen Handelns: Mehr Transparenz und Partizipation”. Ziele des Online-Projektes sind der Aufbau und die Stärkung von Vertrauen zwischen Schülern, Eltern und Schulen. <span id="more-136"></span></p>
<p>In einem Diagramm über das deutsche Bildungssystem wurde die Komplexität dieser Struktur  sichtbar. Es gibt 40.000 Schulen, 10 Millionen Schüler, 70.000 Lehrer, 16 Schulsysteme, und 2.400 verschiedene Lehrpläne. Aus diesem Grund entsteht eine Desorientierung der Eltern und Schülern:  sich ständig wandelnde Bildungsstrukturen; Unübersichtlichkeit des Bildungswesens; mangelnde Vertriebsstrukturen im Bildungsbereich (Eltern bekommen nicht so viele Informationen und es ist oft mühsam sie sich zu holen); fehlende Beratungsstrukturen.</p>
<p>Die Beschaffung von Informationen über ein Internat wurde als Beispiel angegeben, um den Bedarf an Informationen zu zeigen. Education Guide generiert jetzt eine Online-Vorschlagsliste der Bildungseinrichtungen, um Eltern und Schülern einen schnelleren Zugriff zu solchen Informationen zu ermöglichen.  Die Website <span lang="de-DE"><em>reperto.eu</em></span><span lang="de-DE"> bietet eine erweiterte Suche, auf der man viele verschiedene Kriterien ankreuzen kann, um eine individuell definierte Liste von Bildungseinrichtungen zu bekommen.  Die Benutzer können auch Bewertungen und Kommentare abgeben, jedoch werden  Kriterien von dem Unternehmen vorgegeben. Wie auch von den Teilnehmern der Session erwähnt wurde, liegt eine Schwäche darin, dass im Moment hauptsächlich Privatschulen aufgenommen sind.  Die Allgemeingültigkeit ist dadurch für die Gesellschaft eingeschränkt. Ein neuer Ansatzpunkt wäre eine Umfrage an öffentlichen Schulen, damit auch diese die Möglichkeit bekommen, sich positiv zu präsentieren.</span></p>
<p>Weitere Schritte des Projektes sind die Aggregation von Daten aus den Bewertungen und die Bereitstellung von Statistiken über Einrichtungen.  Aus diesen Informationen könnte man dann herausfinden, welche Bedeutung die Klassengröße aus der Sicht der Eltern hat oder wie die Unterrichtsqualität bewertet wird.  Weiterhin hat das Unternehmen Interesse daran, individuelle Beratung anzubieten. Das Unternehmen hofft durch mehr Transparenz letztlich auch mehr Vertrauen (z.B. zwischen Eltern und Schulen) zu bilden.</p>
<p>Einige kritische Punkte wurden noch erwähnt. Erstens, der Prozess, wie die Schulen und Hochschulen auf die Informationsliste kommen – die Entscheidung trifft momentan noch das Unternehmen. Sozial schwächere Zielgruppen, die auf staatliche Bildungseinrichtungen angewiesen sind, könnten benachteiligt werden.  Es gibt auch Probleme, in welcher Form sich Schulen präsentieren sollten.  In Fragebögen könnte es vorkommen, dass nicht wahrheitsgemäß beantwortet wird.</p>
<p>Insgesamt ist das Online-Projekt von Education Guide dennoch ein guter Ansatzpunkt für den Aufbau von transparenteren Prozessen im Bildungsbereich und für mehr Partizipation der Eltern und Schüler  mit den Bildungseinrichtungen.</p>
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