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	<title>Government 2.0 Camp Dokumentation &#187; Suchoptimierung</title>
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		<title>Jost: Die Erweiterung unserer Möglichkeiten am Beispiel des Web-Duells der ARD</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Aug 2009 15:49:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne Pestel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Barcamp]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>An sich ist die Idee des Web-Duells der ARD eine nette Spielerei: Man wählt ein Thema, zwei Politiker und es werden alle Äußerungen dieser Konkurrenten aus den Beiträgen der ARD und der verwandten Sender dazu eingeblendet. Ziel des Projektes, dessen Idee im März diesen Jahres erst geboren wurde und die jetzt bereits umgesetzt ist, war es, mehr Transparenz in den deutschen Wahlkampf zu bringen und die politische Willensbildung webaffiner Wahl(un)williger zu erleichtern.<span id="more-69"></span></p>
<p>Die eigentliche Sensation aber ist die Technik, die dahinter steckt und die vom Fraunhofer Institut stammt: eine Audio-Mining-Software erkennt die gesprochenen Laute und schlägt sie in einem Wörterbuch mit 250 000 Einträgen nach. Findet sie das Wort da, wird es in Text umgesetzt. Ist dies nicht der Fall, so schlägt sie noch in einem Silbenwörterbuch nach und vergleicht anhand des Kontextes, um welches Wort es sich wahrscheinlich handelt. &#8220;Die Software verwendet nach &#8220;Angela&#8221; also &#8220;Merkel&#8221;, da diese beiden Wörter häufiger in Kombination vorkommen als &#8220;Angela&#8221; und &#8220;merke&#8221;", wie Stefanie Jost, als Redakteurin nur eine von vier Mitarbeitern, die das Projekt auf die Beine gestellt haben, erläutert. Die Software erkennt also Wörter aus ihrem Kontext heraus und macht damit auch<em> Audio- und Videodateien durchsuchbar</em>. Der Text respektive die Tags werden anschließend geclustert und ermöglichen hiermit auch eine assoziative Suche, je nach politischem Interesse.</p>
<p>Dass solch eine Software nichts Neues darstellt, ist bekannt, bisherige funktionierten jedoch noch nicht so treffsicher und zuverlässig. Daher kann man es durchaus als revolutionär bezeichnen, wenn ARD &amp; Co ihre bisher schwierig durchsuchbaren Mediatheken jetzt leichter zugänglich machen und solch ein Tool in großem Umfang zum Einsatz kommt. Des weiteren wird damit das unzuverlässige Tagging zumindest teilweise überflüssig. Man stelle sich nur vor, alle auf You Tube verfügbaren Videos wären derartig aufbereitet und welch Wissensressource damit freigelegt würde. Es kann nur noch eine Frage der Zeit sein, bis auch Google mit seiner Mission &#8220;Wissen für alle&#8221; auf diese Idee kommt.</p>
<p>Die ARD hat auch vor, das Projekt nach der Wahl im September weiterzuführen und, man kann es nur hoffen, auch zu erweitern. Die Entwickler hatten zudem einige weitere interessante Ideen, wie beispielsweise weitergehende Vorschläge á la Amazon, die aber mangels Zeit bisher nicht umgesetzt werden konnten.</p>
<p>Insgesamt ist das Web-Duell als ein spannendes Projekt zu werten, das nicht nur zu mehr Rückverfolgbarkeit der Politikeräußerungen führt, sondern auch die längt überfällige Durchsuchbarkeit von Video- und Audiodateien als machbar und sinnvoll herausstellt und infolgedessen hoffentlich eine neue Welle der Suchoptimierung anstößt.</p>
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