Gadi Ben-Yehuda, der Web 2.0 Stratege der Stadt Washington DC, schreibt kürzlich bei der Huffington Post über die Problematik des Begriffs “Government 2.0″ und dessen zu enge Bindung an die “Web 2.0″ Thematik, welche zu oft bei Internetauftritten nur einen neuen Anstrich und “etwas Twitter” bedeutet.
Was wir mit “Gov2.0″ eigentlich meinen ist nämlich nicht eine neue Website, ein Twitter Feed oder ein Facebook Benutzerkonto, sondern eigentlich das zu Hilfe nehmen dieser Tools für – um es idealistisch zu formulieren – höhere Ziele. Und genau deshalb möchte Ben-Yehuda (hier bei Twitter) gerne den “reset” Knopf drücken, und das was wir eigentlich meinen “G21″ nennen, das Regieren im 21. Jahrhundert, “Government 21″.
The government of the 21st century (G21) breaks from that of the 20th, 19th, and even 18th, even as it acknowledges them, and, more importantly, helps us understand that government change is predicated as much on an evolving polity as on advancing technology (a truth that the term “Gov 2.0″ at best ignores and at worst obscures).
Er erinnert damit trefflich daran, dass diese Technologien (wie sie auch immer heißen und momentan “in” sind) am Ende Werkzeuge sind, mit denen das im anglo-amerikanischen Sprachgebrauch etwas abstrakter benutzte “government” (Regierung, Regieren, Staatssystem, etc) auf technologische Veränderungen eingehen soll, die schon jeden Aspekt der Gesellschaft penetriert haben, um auf die Bedürfnisse der Bürger einzugehen die durch diese Veränderungen auch mit hervorgerufen werden, und schlussendlich diese versuchen zu erfüllen, auch eben mit diesen Technologien. Ben-Yehuda will in nächster Zeit diese Problematik weiter diskutieren, genau wie wir. Denn am Ende ist die Instrumentalisierung des Begriffes für einen weiteren uni- oder bidirektionalen Informations- (oder gar Wahlkampf-) Kanal fehlgeleitet. “Gov2.0″ will mehr Debatte und Demokratie, nicht schickere Websites und mehr “Beschallung 2.0″

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