Was hat das erste Government 2.0 Camp in Deutschland erreicht? Gibt es greifbare Ergebnisse?
Zusammenfassung des Camps
Hier finden Sie eine Zusammenfassung des Camps, das Eindrücke vom Camp vermittelt sowie Themen und Akteure beleuchtet:
Link zur Zusammenfassung (Download, PDF)
Initiativen und Projekte
Ein Ziel des BarCamps war es, Initiativen und Projekte im Themenfeld Government 2.0 anzuregen. Gewöhnlich lassen sich solche Erfolgsziele recht schwer belegen. Tatsächlich gibt es bereits heute (Stand 15. Oktober) erste Projekte und Initiativen, die nachweislich auf das BarCamp zurückzuführen sind.
- Das Bundesministerium des Innern (BMI) hatte in seiner BarCamp-Session die Eckpunkte einer nationalen E-Government-Strategie zur Diskussion und Ergänzung gestellt. In der Session konnten die Teilnehmer darüber abstimmen, welche Schwerpunktthemen der Strategie ihnen besonders wichtig sind. Vom 1. bis zum 30. September führte das BMI seine BarCamp-Session fort und stellte unter http://www.strategie.einfach-online-beteiligen.de die Schwerpunkte zur Bewertung über das Internet bereit. Auch die Ergebnisse der BarCamp-Session wurden dort veröffentlicht.
- Der Kern des Organisationsteams des Government 2.0 Camps hat zusammen mit weiteren Unterstützern den gemeinnützigen Verein „Government 2.0 Netzwerk Deutschland“ (http://www.gov20.de, http://www.government20.de) gegründet. Die Gründungsveranstaltung fand bereits im September, im Rahmen des GlobalFutureCamps statt. Der Verein hat sich die Ziele gesetzt, den interdisziplinären, branchenübergreifenden, altersübergreifenden, Verwaltungsebenen-übergreifenden Erfahrungs- und Ideenaustausch zum Einsatz von Web 2.0 Anwendungen in Politik und Verwaltung zu fördern. Er will zudem die Kommunikation und Diskussion über Chancen und Potenziale von Web 2.0 für Politik und Verwaltung aktiv unter Einsatz von Online- und Offline-Medien unterstützen. Vereinsstruktur, Website und erste Projektideen befinden sich in der Aufbauphase.
- Einige Teilnehmer des BarCamps haben in Hamburg eine Petition eingereicht, um künftig einen ähnlichen Service wie „Märker Brandenburg“ auch in Hamburg einzurichten. Auf dem BarCamp war die Brandenburger Partizipationsplattform Märker vorgestellt worden, über welche die Bürger auf kommunale Infrastrukturprobleme wie Schlaglöcher oder Umweltverschmutzung hinweisen können.
- Die Teilnehmer der von Jörn von Lucke (Zeppelin University) moderierten Session “Innovationsfabrik für Deutschland” beschlossen noch während der Session, sich zeitnah in einer weiterführenden Online-Brainstorming Sitzung über dieses spannende Thema auszutauschen (http://www.zeppelin-university.de/deutsch/lehrstuehle/ticc/OpenGovernment.php). Eine BarCamp Session bietet keinen ausreichender Zeitrahmen, um ein gemeinsames Projekt konkret zu formen. Im Ergebnis des weiteren Brainstormingprozesses wurde die Gründung des Vereins “OpenData” (http://opendata-network.org/verein/) beschlossen. Die Gründungsversammlung ist für den 21. September in Berlin geplant.

