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	<title>Government 2.0 Camp Dokumentation &#187; Susanne Pestel</title>
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		<title>Schroll: Augmented Citizen &#8211; wann wird Virtualität Realität?</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Aug 2009 16:38:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne Pestel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Barcamp]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Session über augmented citizen war eine, wie man sie auf einem Barcamp anzutreffen hofft:
Die  Einleitung gab eine kurzen Abriss, was  &#8220;augmented reality&#8221; &#8211; oder zu Deutsch &#8220;erweiterte Realität&#8221; &#8211; ein Begriff, den man in die Kategorie Euphemismus einordnen kann  &#8211; in den 80er Jahren bedeutete: Entertainment, bei dem man mit einer Brille oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Session über augmented citizen war eine, wie man sie auf einem Barcamp anzutreffen hofft:</p>
<p>Die  Einleitung gab eine kurzen Abriss, was  &#8220;augmented reality&#8221; &#8211; oder zu Deutsch &#8220;erweiterte Realität&#8221; &#8211; ein Begriff, den man in die Kategorie Euphemismus einordnen kann  &#8211; in den 80er Jahren bedeutete: Entertainment, bei dem man mit einer Brille oder in einer Höhle in eine pixelige immerse Realität eintaucht.<span id="more-92"></span></p>
<p>Schon kurz danach strömten die verschiedensten Berührungen der Teilnehmer mit der Virtualität in die Runde:</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=_Vbh7nHalCc">TwittARound</a>: eine Iphone-Application die anzeigt, ob an dem Ort, den das Handy gerade im Kamerafokus hat, gerade getwittert wird.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=b64_16K2e08">Layar</a>: der erste augmented reality browser, mit dem das neueste Samsunghandy ausgestattet sein wird.</p>
<p>Wikitude.org: eine Plattform, auf der man sich die Welt anschauen kann und ähnlich wie bei Wikipedia Informationen frei zugänglich erhält.</p>
<p>Fixmystreet.com oder maerker.brandenburg.com zeigen, dass augmented reality nicht mehr gar so Zukunftsmusik ist, sondern schon morgen Realität sein kann. Beim Gespräch über Anwendungsmöglichkeiten verlief die Diskussion über die neue Behördenrufnummer D115 und deren Reichweite über BMW-Computer, die automatisch Infos zu den Orten liefern, an denen man gerade vorbeifährt, bis hin zum Ordnungsamt in Californien, das die Parkuhren zentral überwacht und sobald eine abgelaufen ist, losfährt, um einen Parkzettel auszustellen.</p>
<p>Die Gefahr der Überwachung, z.B. durch den im Auto eingeblendeten Polizisten, der erscheint, sobald man zu schnell fährt,  und des Gruppenzwangs, der im Verlust des Privatlebens enden könnte, wurden zwar auch angesprochen, jedoch überwogen die Visionen über die möglichen Nutzen der erweiterten Realität entsprechend dem Bias, der durch die Selbstselektion der Teilnehmer natürlicherweise entsteht.</p>
<p>Wen dieses Thema weiter interessiert, der könnte den Blog des Session-Leiters Willi Schroll <a href="http://blog.futurefacts.net/">&#8220;Future Facts Blog&#8221;</a> verfolgen oder den Roman &#8220;Snow Crash&#8221; von Neal Stephenson aus dem Jahr 1992 lesen, der für unsere Zeit ähnlich visionär ist, wie es Jules Verne zu seiner Zeit war.</p>
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		<title>Jost: Die Erweiterung unserer Möglichkeiten am Beispiel des Web-Duells der ARD</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Aug 2009 15:49:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne Pestel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Barcamp]]></category>
		<category><![CDATA[ARD]]></category>
		<category><![CDATA[mediathek]]></category>
		<category><![CDATA[Suchoptimierung]]></category>
		<category><![CDATA[Web-Duell]]></category>

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		<description><![CDATA[An sich ist die Idee des Web-Duells der ARD eine nette Spielerei: Man wählt ein Thema, zwei Politiker und es werden alle Äußerungen dieser Konkurrenten aus den Beiträgen der ARD und der verwandten Sender dazu eingeblendet. Ziel des Projektes, dessen Idee im März diesen Jahres erst geboren wurde und die jetzt bereits umgesetzt ist, war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An sich ist die Idee des Web-Duells der ARD eine nette Spielerei: Man wählt ein Thema, zwei Politiker und es werden alle Äußerungen dieser Konkurrenten aus den Beiträgen der ARD und der verwandten Sender dazu eingeblendet. Ziel des Projektes, dessen Idee im März diesen Jahres erst geboren wurde und die jetzt bereits umgesetzt ist, war es, mehr Transparenz in den deutschen Wahlkampf zu bringen und die politische Willensbildung webaffiner Wahl(un)williger zu erleichtern.<span id="more-69"></span></p>
<p>Die eigentliche Sensation aber ist die Technik, die dahinter steckt und die vom Fraunhofer Institut stammt: eine Audio-Mining-Software erkennt die gesprochenen Laute und schlägt sie in einem Wörterbuch mit 250 000 Einträgen nach. Findet sie das Wort da, wird es in Text umgesetzt. Ist dies nicht der Fall, so schlägt sie noch in einem Silbenwörterbuch nach und vergleicht anhand des Kontextes, um welches Wort es sich wahrscheinlich handelt. &#8220;Die Software verwendet nach &#8220;Angela&#8221; also &#8220;Merkel&#8221;, da diese beiden Wörter häufiger in Kombination vorkommen als &#8220;Angela&#8221; und &#8220;merke&#8221;", wie Stefanie Jost, als Redakteurin nur eine von vier Mitarbeitern, die das Projekt auf die Beine gestellt haben, erläutert. Die Software erkennt also Wörter aus ihrem Kontext heraus und macht damit auch<em> Audio- und Videodateien durchsuchbar</em>. Der Text respektive die Tags werden anschließend geclustert und ermöglichen hiermit auch eine assoziative Suche, je nach politischem Interesse.</p>
<p>Dass solch eine Software nichts Neues darstellt, ist bekannt, bisherige funktionierten jedoch noch nicht so treffsicher und zuverlässig. Daher kann man es durchaus als revolutionär bezeichnen, wenn ARD &amp; Co ihre bisher schwierig durchsuchbaren Mediatheken jetzt leichter zugänglich machen und solch ein Tool in großem Umfang zum Einsatz kommt. Des weiteren wird damit das unzuverlässige Tagging zumindest teilweise überflüssig. Man stelle sich nur vor, alle auf You Tube verfügbaren Videos wären derartig aufbereitet und welch Wissensressource damit freigelegt würde. Es kann nur noch eine Frage der Zeit sein, bis auch Google mit seiner Mission &#8220;Wissen für alle&#8221; auf diese Idee kommt.</p>
<p>Die ARD hat auch vor, das Projekt nach der Wahl im September weiterzuführen und, man kann es nur hoffen, auch zu erweitern. Die Entwickler hatten zudem einige weitere interessante Ideen, wie beispielsweise weitergehende Vorschläge á la Amazon, die aber mangels Zeit bisher nicht umgesetzt werden konnten.</p>
<p>Insgesamt ist das Web-Duell als ein spannendes Projekt zu werten, das nicht nur zu mehr Rückverfolgbarkeit der Politikeräußerungen führt, sondern auch die längt überfällige Durchsuchbarkeit von Video- und Audiodateien als machbar und sinnvoll herausstellt und infolgedessen hoffentlich eine neue Welle der Suchoptimierung anstößt.</p>
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